Der Holunderstrauch gehört zu den wenigen Pflanzen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt waren. Den alten Germanen war er heilig, da man glaubte, eine Göttin würde in den Blüten wohnen. |  | | Vom Holunder können Blüten, Blätter und Beeren verwendet werden. Die Blätter ergeben einen Tee zur Blutreinigung; sie sollten ca. 10 Minuten gekocht werden. Ein Blütentee hilft bei Erkältungen und Fieber. Dazu die Blüten mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. | |  | | Wenn man so schöne Blütendolden findet, dann kann man gebackene Holunderblüten zubereiten. In Österreich nennt man sie Hollerstraubn und in Bayern Hollerkiacherl. | 
| | Die Blüten sollten frei von Insekten sein! Man kann sie auch kurz unter fließendem Wasser abbrausen und dann auf Küchenkrepp trocknen. Besser ist es, wenn sie nicht gewaschen werden. Einen kurzen Stiel zum Festhalten sollte man dranlassen. | |  | | Für den Backteig braucht man folgende Zutaten: 250 ml Milch, 2 Eier, 200 g Mehl, 1/2 TL Salz Die Milch wird mit Eiern und Salz versprudelt und das Mehl langsam eingerührt. Der Teig sollte eine halbe Stunde rasten. Wenn man einen Esslöffel Rum in den Teig gibt, wird die Speise nicht so fett. Der Alkohol verdunstet beim Backen. | 
| | In einer Pfanne Butterschmalz oder Bratöl erhitzen. Die Dolden mit dem Stiel nach oben hineinlegen. Den Stiel mit einer Schere abschneiden und auf der anderen Seite auch goldbraun backen. | 
| | Die Strauben können entweder als süße Nachspeise mit Zimt, Zucker und frischen Früchten, mit Pflaumen- oder Apfelmus, oder als Hauptgericht mit einem herzhaften, knackigen Salat serviert werden. | Und nun viel Freude bei der Zubereitung und guten Appetit! |
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